Die Metallkunst von Fons Koning
In Zevenbergen in den Niederlanden lebt ein Mann, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, kalte Metallbleche in Objekte voller Bedeutung und Leben zu verwandeln. Sein Name ist Fons Koning, 65, ein Handwerker, dessen Weg durch die Welt der Sanitärtechnik, des Dachdeckerhandwerks und der Metallkunst sich zu einer einzigartigen Form des kreativen Ausdrucks entwickelt hat.
Vom Feuer geschmiedet
Fons’ Geschichte beginnt im Alter von 14 Jahren, als er an einer technischen Schule eine Ausbildung zum Sanitärinstallateur begann. „Dort kam ich zum ersten Mal mit Zink, Blei und Kupfer in Berührung“, erinnert er sich. „Mein Lehrer war ein alter Kupferschmied, und meine ersten Arbeiten waren Kupferlampen und -vasen, die ich mit im Ofen erhitzten Lötkolben herstellte.“ Diese frühen Lektionen weckten eine Faszination für Metalle, die seine gesamte berufliche Laufbahn prägen sollte.
Nach seiner Ausbildung begann Fons im Alter von gerade einmal 16 Jahren als Sanitärinstallateur und Dachdecker zu arbeiten. Über 30 Jahre lang setzte er seine handwerklichen Fähigkeiten ein, um Dächer und Fassaden abzudichten, und lernte dabei die Eigenschaften der einzelnen Materialien genau kennen. Vor fast zwei Jahrzehnten kam er zu VM Building Solutions, wo er heute sein Fachwissen als Ausbilder in den Bereichen Zinkverarbeitung, Dachdeckerarbeiten und Fassadenbau weitergibt. „Meine Aufgabe ist es, meine Erfahrungen und mein Wissen an Menschen weiterzugeben, die lernen wollen“, sagt er.
Die Entstehung von FK Metal Art
Obwohl Fons den größten Teil seines Lebens mit Metall gearbeitet hat, brauchte seine künstlerische Entwicklung Zeit, um sich zu entfalten. „Mit Mitte dreißig begann ich, Skulpturen aus Holz, Marmor und Eisen zu schaffen. Ich glaube, das war mein Weg, um herauszufinden, was ich heute mache“, erklärt er. Schließlich führte ihn diese Neugier zurück zu den Metallen, seiner ersten Liebe – und FK Metal Art war geboren.
Was reizt ihn an Materialien wie Zink, Kupfer und Blei? „Man kann ein lebloses Material in etwas fast Lebendiges verwandeln“, sagt Fons. „Ich lotete stets die Grenzen des Metalls aus, das ist der Reiz.“ Seine Werke, von filigranen Blumen bis hin zu großformatigen Wanddekorationen, verkörpern sowohl handwerkliches Können als auch emotionale Resonanz.
Mit Feuer und Präzision gestalten
Jedes Werk entsteht auf andere Weise. „Ideen kommen mir oft während der Arbeit“, sagt Fons. Bei Auftragsarbeiten wie dem VEDO Zinc-Projekt orientiert er sich möglicherweise am Foto oder einer Skizze des Kunden und setzt diese dann mit Handwerkzeugen – durch Schneiden, Hämmern und Löten – in Metall um, bis das Werk Gestalt annimmt.
Heizwerkzeuge spielen in seinem Arbeitsprozess eine entscheidende Rolle, und Fons vertraut dabei auf seine bewährten Sievert-Geräte. „Ich verwende den PSI-Lötkolben, den Promatic-Lötkolben und einen Pro 95. Sie sind für meine Arbeit unverzichtbar“, erklärt er. Durch seine jahrelange Erfahrung hat er zudem eigene Techniken entwickelt, insbesondere bei der Herstellung filigraner Formen wie Rosen oder Lilien. „Selbst heute muss ich oft spontan Lösungen finden, damit das Stück richtig aussieht.“
Kunst mit nachhaltiger Wirkung
Ob er nun eine Rose, einen Schwan oder ein Kirchenornament gestaltet – Fons widmet jedem Auftrag die gleiche Sorgfalt. „Was jedes Projekt zu etwas Besonderem macht, ist die Geschichte des Kunden und seine Verbindung dazu“, erklärt er. Viele seiner Skulpturen und Dachverzierungen sind so konzipiert, dass sie Generationen überdauern. Ein Vermächtnis handwerklicher Kunstfertigkeit in Metall.
Was die Zukunft der Metallkunst angeht … Fons lacht leise: „Ich habe keine Ahnung. Ich versuche einfach, das Beste aus dem zu machen, was ich habe.“
Und vielleicht ist das ja das Wesen wahrer Handwerkskunst: Schönheit und Bedeutung in den vorhandenen Materialien zu finden, Funke für Funke.
Nachhaltiges Handwerk
Nachhaltigkeit ist ein selbstverständlicher Bestandteil von Fons’ Arbeitsweise. Er arbeitet hauptsächlich mit Reststücken, die er zum Schrottpreis erwirbt, und sorgt so dafür, dass nichts verschwendet wird. „Wenn ich Materialreste habe, sortiere ich diese und entsorge sie ordnungsgemäß“, sagt er. Dieser einfallsreiche Ansatz reduziert nicht nur Abfall, sondern verleiht jedem Stück zudem eine zusätzliche Note von Authentizität.