Die Geschichte von Sievert

Wo alles begann

Carl Richard Nyberg, ein Spezialist für Lötarbeiten, wusste, dass die Löttechniken der 1880er Jahre viel zu wünschen übrig ließen. Er war entschlossen, eine Wärmequelle zu finden, die die Arbeit rationalisieren würde. Im Jahr 1881 gelang es ihm, den ersten Lötbrenner zu entwickeln, für den er sich auch ein Patent sichern ließ.

Im selben Jahr eröffnete der deutsche Industrielle Max Sievert in Stockholm sein Maschinenhandelsgeschäft, das später die Grundlage für einen Industriekonzern bildete. Als sich die Wege von Nyberg und Sievert 1886 kreuzten, entstand eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Nyberg stellte die Lötbrenner her und Sievert vertrieb sie weltweit.

Seit mehr als 140 Jahren ist SIEVERT ein bekannter Name und steht für hochwertige Heizgeräte und Kochherde für den professionellen Einsatz. Unsere Geschichte und unser Erbe liegen uns am Herzen. Heute tragen wir dieses Erbe in allem, was wir tun, weiter. Ob bei der Entwicklung eines neuen, innovativen Heizgeräts, in unseren Beziehungen zu unseren Kunden oder Lieferanten – wir streben stets danach, echte professionelle Exzellenz zu liefern.

Historische Momente

1882Das erste Schweißbrenner
1885Erste Fabrik in Sundbyberg
1905SVEA-Kamin auf den Markt gebracht
1952Umstellung von Benzin auf Propan
1964ESSO übernimmt Sievert
1966Sievert fusioniert mit Primus
1995Werk in Estland
2002Sievert und Primus haben sich getrennt
2003Rothenberger übernimmt Sievert
2003–2025 Zweifacher Gewinner des RED DOT Award

Carl Richard Nyberg

Von der Armut zum Erfolg – der Erfinder, der den Funken entfachte!

Trotz einer von Armut und harter Arbeit geprägten Kindheit ließ sich Carl Richard Nyberg niemals von Widrigkeiten aufhalten. Mit seiner Leidenschaft für Technik und seinem Erfindergeist entwickelte und patentierte er 1881 den revolutionären Lötbrenner – eine Innovation, die Handwerk und Industrie weltweit veränderte.

Er war zudem ein Pionier der Luftfahrt, der seiner Zeit weit voraus war, und entwarf sowohl dampfbetriebene Flugmaschinen als auch ein Flugboot und Schwedens ersten Windkanal. Mit Beharrlichkeit, Können und einem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft baute er ein erfolgreiches Unternehmen auf und wurde zu einem der vielseitigsten Innovatoren Schwedens. Von einer einfachen Werkstatt zum internationalen Erfolg – Carl Richard Nyberg ist der Beweis dafür, dass Innovation und harte Arbeit die Welt verändern können!

Ein ganz besonderer Charakter

Es ist hinlänglich bekannt, dass Nyberg seiner Zeit in Bezug auf die Fürsorge für seine Mitarbeiter und deren Wohlergehen weit voraus war. Gleichzeitig hatte er keinerlei Rücksicht auf seine Konkurrenten. Einmal wurde er verhaftet, weil er auf dem Stadtplatz öffentlich die Lötlampen seiner Konkurrenten in die Luft gesprengt hatte, um zu beweisen, dass seine Lötlampen die sichersten waren.

Max Sievert

Der Unternehmer, der die schwedische Industrie beflügelte!

Mit seinem ausgeprägten Geschäftssinn und seinem Innovationsdrang schlug Max Sievert eine Brücke zwischen Schweden und dem internationalen Markt. Der gebürtige Deutsche begann seine Karriere als Verkäufer von Werkzeugen und Maschinen, erkannte jedoch schnell die Chancen, die neue Technologien boten. Durch die Zusammenarbeit mit Pionieren wie L. M. Ericsson, den Brüdern Nobel und Carl Richard Nyberg wurde er zu einer Schlüsselfigur in der Entwicklung der rasch voranschreitenden schwedischen Industrialisierung.

Sein unternehmerisches Handeln reichte weit – von Maschinen und Leuchten bis hin zu Elektronik und technischen Innovationen. Mit seinem Tatendrang und seiner Weitsicht legte er den Grundstein für mehrere erfolgreiche Industriezweige und trug dazu bei, dass Schweden zu einer technologischen Großmacht wurde. Ein wahrer Pionier, der Chancen sah, wo andere Hindernisse sahen.

Ein Kabelpionier

Max Sievert, ein wahrer Allrounder, war auch in der noch jungen Kabel- und Telefonbranche äußerst erfolgreich. Sieverts Unternehmen „Kabelverk“ entwickelte sich zu einem der größten Kabelhersteller Europas und versorgte die nordischen Märkte maßgeblich mit Hochspannungskabeln sowie mit dem Kabelnetz für die Telefonie. Dies führte auch dazu, dass er und L. M. Ericsson beste Freunde wurden.

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