Weichlöten

Das Weichlöten ist ein Verfahren, bei dem Metallbauteile mithilfe einer Niedrigtemperaturlegierung miteinander verbunden werden. Es eignet sich ideal für präzise Arbeiten, da die Grundwerkstoffe dabei geschont werden.

Was ist Weichlöten?

Das Weichlöten ist ein Verfahren zum Verbinden zweier Metallteile unter Verwendung eines Zusatzwerkstoffs (Lot), der bei einer niedrigeren Temperatur schmilzt als die Grundwerkstoffe. Im Gegensatz zum Schweißen werden beim Löten die zu verbindenden Metalle nicht geschmolzen, wodurch sich dieses Verfahren ideal für filigrane Arbeiten eignet.

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Geschichte des Lötens

Das Löten hat eine über 4.000-jährige Geschichte und wurde erstmals von den alten Ägyptern und Mesopotamiern für Schmuck und Metallarbeiten genutzt. Im Laufe der Zeit wurde es in den Bereichen Sanitärtechnik, Elektronik und Fertigung unverzichtbar und entwickelte sich dank moderner Materialien und Werkzeuge wie Propangasbrennern weiter, um schnellere und festere Verbindungen zu ermöglichen.

Wie funktioniert das?

Beim Erhitzen schmilzt das Lot und fließt zwischen die Metalloberflächen, wobei es beim Abkühlen und Erstarren eine feste und leitfähige Verbindung bildet. Flussmittel wird verwendet, um Oxidation zu verhindern und eine saubere Verbindung zu gewährleisten. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Lötstelle liegt in einer gleichmäßigen Wärmeverteilung und einem optimalen Lötfluss. Das geschmolzene Lot verteilt sich und füllt den Spalt zwischen den Metallen aus, wodurch beim Abkühlen eine sichere Verbindung entsteht.

Wussten Sie schon...?

Auf allen Verpackungen, Broschüren und Produktinformationen ist ein Symbol abgebildet, das die jeweilige Anwendung darstellt. So können Sie das richtige Produkt für Ihren Bedarf leichter finden.

Häufig gestellte Fragen

Ja! Propanbrenner liefern eine gleichmäßige Wärme und eignen sich perfekt für Weichlötarbeiten wie Sanitärinstallationen, Metallbearbeitung und Reparaturen. Sie erhitzen Metalle schnell und gleichmäßig und sorgen so für eine feste Verbindung.

  • Bleifreies Lötzinn (Zinn-Kupfer oder Zinn-Silber) wird für Sanitärinstallationen und den allgemeinen Gebrauch empfohlen.

  • Bleihaltiges Lötzinn wird manchmal für Anwendungen außerhalb des Trinkwasserbereichs verwendet.

  • Silberlot sorgt für zusätzliche Festigkeit bei Metallreparaturen.

Ja! Flussmittel ist unverzichtbar, da es Oxidation verhindert, das Fließen des Lötzinns unterstützt und für eine feste Verbindung sorgt. Viele Lote für Sanitärinstallationen enthalten bereits Flussmittel, doch für optimale Ergebnisse sollten Sie vor dem Erhitzen zusätzliches Flussmittel auftragen.

Propanbrenner erreichen Temperaturen von 1.982 °C (3.500 °F), doch zum Löten muss das Metall lediglich auf 200–300 °C (392–572 °F) erhitzt werden, je nach Lötart. Ein guter Brenner ermöglicht eine präzise Regelung, um eine Überhitzung zu vermeiden.

  • Verwenden Sie einen Brenner mit einstellbarem Gasdurchfluss, um die Intensität zu regulieren.

  • Wenn Sie Kupferverbindungen löten, verwenden Sie einen Cyclone-Brenner für eine gleichmäßige Wärmeverteilung 

  • Erwärmen Sie das Metall, nicht das Lot – das Lot sollte durch den Kontakt mit dem erhitzten Metall schmelzen, nicht durch direkte Flamme.

Häufige Ursachen sind: 

  • Verschmutztes oder oxidiertes Metall – Reinigen Sie die Oberflächen vor dem Löten.

  • Zu wenig Flussmittel – Tragen Sie immer Flussmittel auf, um eine gute Haftung zu gewährleisten.

  • Ungleichmäßige Erwärmung – Stellen Sie sicher, dass die Lötstelle gleichmäßig erwärmt ist, bevor Sie das Lötzinn auftragen.

  • Edelstahl lässt sich mit speziellem Flussmittel und Lötzinn auf Silberbasis löten.
  • Weichlöten (unter 450 °C (842 °F)) wird in der Sanitärtechnik, Elektronik und bei Reparaturen eingesetzt. 

  • Hartlöten (über 450 °C (842 °F)) erzeugt festere Verbindungen, wobei häufig Propan oder MAPP-Gas zusammen mit einem Hochtemperatur-Hartlötstab verwendet wird.

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